Bad Hersfeld: Nachruf

Am 16. Dezember 2017 verstarb unser langjähriges Mitglied Frau Ursula Bierwirth im Alter von 82 Jahren. Frau Bierwirth war seit 1958 Mitglied im Nordhessischen Gehörlosenbund Bad Hersfeld, wo Urusla Bierwirth INsie 15 Jahre als Schriftführerin tätig war, und dort auch viele ehrenamtliche Tätigkeiten ausübte. Sie liebte die Geselligkeit und das Beisammensein und besuchte mit ihrem Mann die Gottesdienste der Gemeinde, so oft es ihr möglich war. Da es ihr gesundheitlich immer schlechter ging, konnte sie daran nicht mehr teilnehmen, was sie sehr vermisste.
Bis zu ihrem Tode wurde sie zu Hause gepflegt, wie sie es sich immer gewünscht hatte. Am Abend des 16. Dezember ist sie dann friedlich, im Kreise ihrer Familie, eingeschlafen.
Text und Foto von Elvira Dickel

 

Homberg: Gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche der Reformation

In der evangelischen Kirche St. Marien feierten am 5. November 2017 gehörlose und hörende Gemeindeglieder gemeinsam Gottesdienst. In dieser Kirche wurde 1526 für Hessen die Reformation eingeführt. Da passte es, dass im Jahr des 500. Reformationsjubiläums an diesem Ort wieder etwas Neues passierte. Erstmalig hielten Pfarrer Hochschorner als Gehörlosenpfarrer und Pfarrer Heidelbach als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde einen zweisprachigen Gottesdienst. Das kam gut an! Auch Gemeindeglieder der Gehörlosengemeinde Bad Hersfeld waren gekommen, was uns sehr gefreut hat! Im Gottesdienst haben wir am Ende auch Abendmahl gefeiert. Die spürbare Gemeinschaft hat uns gut getan. Vielleicht feiern wir im kommenden Jahr wieder gemeinsam Gottesdienst. Der erlebte Gottesdienst hat dazu ermutigt.

Kassel: Taufe in Lohfelden

Zusammen mit zwei weiteren Taufen wurde am 29. Oktober 2017 Lena Brandau in der Evangelischen Kirche in Lohfelden-Crumbach getauft. Lena ist die Tochter von Miriam Brandau und Christian Winter. Die Eltern haben für ihre Tochter einen Taufspruch aus dem 1. Korintherbrief ausgesucht: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Wir wünschen der Familie alles Gute, Glück, Freude und Gottes Segen auf dem Lebensweg.

 

Gemeinsame Fortbildung in Höchst/ Odenw.

Fortbildung in HöchstIn der Woche vom 23.-26. Oktober 2017 trafen sich 11 Pfarrerinnen und Pfarrer der Gehörlosenseelsorge aus vier verschiedenen Landeskirchen (Baden, Pfalz, Hessen und Nassau, Kurhessen-Waldeck) zu einer gemeinsamen Fortbildung in Höchst im Odenwald.
Das Thema hieß: DiasporaHochZwei. Das griechische Wort „Diaspora“ bedeutet „Verstreut“. Unsere Gottesdienstbesucher haben oft einen langen Weg bis zur Kirche oder zur Pfarrerin/dem Pfarrer. Gehörlose leben in einer hörenden Umgebung, oft sind es weite Fahrten, um sich zu treffen. Gemeinde und ihre Mitglieder leben in einer zweifachen „Diasporasituation“.
Diese Situation wird zum Problem: für alte Gehörlose (besonders auf dem Land) und für Gemeinden, die immer kleiner werden.

Vorträge und AnregungenIn vier Vorträgen bekamen wir Anregungen und neue Ideen, wie wir mit neuen Situationen umgehen können: neue Gemeindekonzepte, bessere Kommunikation über soziale Medien, wie kann die Gemeinde der Zukunft aussehen und wie wird sich die Gehörlosengemeinschaft entwickeln. Über viele Gedanken und Ideen der Vorträge wurde diskutiert. Auch sprachen wir über die Zukunft der „kleinen“ Gemeinden und was es bedeutet, eine Gemeinde zu schließen. Auch wenn es in einer Region keinen Gottesdienst mehr gibt – die Menschen dürfen nicht allein gelassen werden!

Gegen Ende der Tagung gab es dann noch praktische Übungen zu Übersetzungen von Bibeltexten in Gebärdensprache und Verabredungen für zukünftige Treffen.
Neben all den vielen neuen Eindrücken, war es wichtig zusammenzukommen, um miteinander zu reden, sich kennenzulernen und Ideen und Gedanken auszutauschen.

Die Frage bleibt: Wie wird die Gehörlosengemeinde der Zukunft aussehen?
Antwort: Bestimmt kleiner! …aber auch fröhlicher, aktiver und mit gutem Mut und Ideen für die Zukunft!

Fulda/Hanau: Neu übersetzte Lutherbibel für die Gemeinden

v.r. Propst Böttner, Gabi Meyer, Pfrin. Keller-Stenzel am 21.10. im Clubheim HanauBeim Gottesdienst am 21. Oktober 2017 überreichte Propst Böttner der Hanauer Gemeinde die neu übersetzte Lutherbibel. Gabi Meyer vom Gemeindevorstand Hanau nahm die Altarbibel stellvertretend für die ganze Gemeinde in Empfang.
Dieses Jahr feiert die Evangelische Kirche 500 Jahre Reformation. Deshalb hat die Landeskirche Kurhessen-Waldeck allen Gemeinden eine neue Bibel geschenkt. Propst Böttner sagte, wie wichtig es ist, dass die Bibel immer wieder neu übersetzt wird: „Darum muss die Bibel immer wieder in eine neue Sprache gebracht werden, eine Sprache, die die Menschen verstehen“.
Die Gemeinde Fulda nahm ihre neue Altarbibel beim Gottesdienst am 22. Oktober in Gebrauch. Die Bibel wurde im Gottesdienst durch die Reihen gegeben. Die Bibel ist ziemlich groß und schwer. Viele haben sich gefragt: wieviel wiegt die Bibel? Auflösung: die Bibel wiegt fast 3 kg!
Pfarrerin Keller-Stenzel legte im Gottesdienst das Bibelwort aus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ Deshalb gehören Dank für Brot und Dank für Gottes Wort zusammen. Ein herzliches Dankeschön an Gabi Meyer und Reinhard Eckey für die Unterstützung beim gemeinsamen Erntedank-Mittagessen. Für die Hanauer Gemeinde hat Gabi Kürbissuppe gekocht (zwei Sorten!). Für die Gemeinde Fulda hat Reinhard Erbsensuppe gekocht. Alle Suppen waren sehr köstlich und bekamen viel Lob!
Text: M. Keller-Stenzel, Foto: H. Morr

 

 

Unterkategorien