Treysa: Unmöglich!

Gottesdienst in Hephata

„UNMÖGLICH!“ „Unerhört!“ „Das darf nicht wahr sein!“ … mit diesen Worten fing der Gottesdienst auf den Hephata-Festtagen am 9.September 2018 an.
Hephata ist eine große Einrichtung für Behinderte. Sie hat viele Standorte und Werkstätten in ganz Hessen. Der Hauptsitz ist in Schwalmstadt-Treysa. Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September lädt Hephata zu einem großen Jahresfest mit vielen Ausstellern, Verkaufsständen und Bühnen auf denen Musikgruppen und Zauberkünstler auftreten.
Der Gottesdienst am Sonntagmorgen wird immer in Gebärdensprache gedolmetscht.

…. aber was war „UNMÖGLICH!“? Wie manche Menschen mit anderen Menschen umgehen! In einer Bibelgeschichte schreit ein Blinder und will zu Jesus. Aber bevor Jesus seine Bitten hören kann, wollen andere Menschen, dass der Blinde still ist – er stört: „Sei ruhig!“, „Halts Maul!“. Doch der Blinde ruft weiter und Jesus kommt zu ihm und fragt ihn, wie er helfen kann.
Wie oft wissen die einen Menschen schon, was andere Menschen brauchen!? Da gibt es Menschen, die laut sind und sich immer vordrängen. Menschen, die denken, sie sind die Chefs. Menschen die bestimmen, was gut und richtig für andere Menschen ist.
Es braucht Mut zu sagen, ich bin wichtig und ich weiß, was ich will und brauche! Jesus will uns dieses Selbstbewusstsein geben, damit wir selbst entscheiden können und auch wahrnehmen, was andere Menschen wollen.
Jesus heilt den Blinden, weil er das so will. Ein Wunder! Ein viele größeres Wunder, wenn wir lernen, uns gegenseitig zu achten und unsere Wünsche zu respektieren.

Nach dem Gottesdienst hatten wir genug Zeit bei warmer Herbstsonne zu plaudern, über das Fest zu bummeln und die vielen Dinge (aus) zu probieren.

Bis nächstes Jahr – ein Wiedersehen in Hephata auf dem Jahresfest!

 

 

Kassel: Fahrt nach .....

Im Stau

Eigentlich hatte der Allgemeine Gehörlosenverein Kassel (AGV) zu einem Ausflug am 1. September 2018 zum Internationale Mühlenmuseum nach Gifhorn eingeladen. Alles war gut vorbereitet: das Essen bestellt, die Führung vorbestellt, das Wetter nicht zu heiß und nicht zu kalt, der Bus war pünklich am Bahnhof Wilhelmshöhe. Kurz: Alles war perfekt!

ABER dann.... Kurz hinter der Abfahrt Nordheim (Nord) - es war ca. 9.30 Uhr - standen wir im Stau. Alle dachten noch, dass es langsam weitergehen wird, aber wir standen.... und standen.... und standen. Manchmal ging es dann doch weiter, aber nur ein paar Meter. So spazierten wir auf der Autobahn und hofften noch, irgendwann in Gifhorn anzukommen.

Trotz Stau immer noch fröhlichAber bald wurde klar, dieser Stau wird sich nicht auflösen - wegen Brückenabrissarbeiten war die gesamte Autobahn 7 gesperrt und alle Umgehungsstraßen waren verstopft.
Mehr als vier Stunden später - es war jetzt kurz vor 14.00 Uhr - beschlossen der Ortsbundvorstand, den Ausflug abzubrechen. Vor uns lag die Abfahrt "Echte"; endlich eine Möglichkeit zu wenden und wiedere Richtung Kassel zu fahren. Denn Richtung Gifhorn waren es noch 7km Stau auf der Bundesstraße gewesen.

So fuhren wir an "unserem" Stau vorbei - was vier Stunden Warten gewesen war, war jetzt fünf Minuten "Vorbeifahren".
An der nächsten Ausfahrt fuhren wir dann ab Richtung Einbeck, um uns kurz entschlossen diese schöne Stadt anzusehen - ein lohnender Abstecher!Endlich die Abfahrt "Echte" (Aber noch kein Ende in Sicht)

Trotz Stau blieb die Stimmung gut und wir kamen müde und zufrieden am Abend in Kassel an. Wir hoffen, dass wir irgendwann uns doch mal das Mühlenmuseum ansehen können, dann aber ohne Stau ;-)

Danke an die Organisation - den Vorstand des AGV und die Geduld alles Mitfahrer, die ihr Fröhlichkeit nicht verloren haben!

» Hier zum Bericht des AGV-Kassel...

 

Kassel: 700 Jahre Bettenhausen – Gemeinsamer Gottesdienst

Gebärdenchor beim Gottesdienst in BettenhausenIm Jahr 1318, also vor 700 Jahren, wurde die Kirche im "Dorf" Bettenhausen das erste Mal in einer Urkunde beschrieben. Mittlerweile ist Bettenhausen ein Stadtteil von Kassel und die "Evangelische Marienkirche – Bettenhausen" seit langem die Kirche in der die Gehörlosengemeinde Kassel ihre Gottesdienste feiert.

Am 2. September 2018 wollte die hörende Gemeinde das 700jährige Jubiläumsjahr mit einem Festgottesdienst beenden und diesen Gottesdienst gemeinsam mit der Gehörlosengemeinde feiern.
Der Gottesdienst wurde gedolmetscht und der Gebärdenchor hatte zwei Lieder für den Gottesdienst mitgebracht. Das erste Lied wurde zusammen mit der Gemeinde geübt und geplaudert.
Pfrin. Beate Bachmann-Voß und Lutz KäsemannIn der Predigt sprach Pfarrerin Beate Bachmann-Voß darüber, wie das Christentum nach Bettenhausen gekommen ist und wie sich die Kirche im Laufe der Zeit verändert hat. Bis heute beeindruckend, wie wichtig es für die ersten Christen war eine Kirche zu bauen. Wieviel Mühe und Handarbeit nötig war, alles ohne Maschinen zu bauen.
Es gibt viele Unterschiede zwischen 1318 und 2018, aber der Glaube an Jesus Christus verbindet uns weltweit und die Zeiten hindurch.
Am Ende des Gottesdienstes zeigte der Gebärdenchor ein Segenslied – viele Menschen waren tief gerührt von diesem Abschluss eines Jubiläumsgottesdienstes und lobten den Chor immer wieder.

Bei Kaffee und Kuchen plaudernAnschließend wurde bei Kaffee und Kuchen noch im Gemeindehaus gefeiert und geplaudert. Zwischendurch konnte man noch an einer Kirchenführung teilnehmen oder sich in einem Vortrag über die "Notkirchen" in Kassel informieren (Kirchen, die nach dem Krieg notdürftig gebaut/ repariert wurden).

Ein schöner Tag mit einer schönen Veranstaltung – Danke für die Mühe und die gute Vorbereitung!

Kassel: Sommerfest im "Agathe"

Innenhof des Stadtteilzentrums Wer ist Agathe? Nicht wer, sondern was! Agathe ist das Stadtteilzentrum Agathofstraße 48 in Kassel.
Dort ist auch das Gehörlosenzentrum. Im Stadtteilzentrum treffen sich viele Gruppen, deshalb gibt es einmal im Jahr ein großes Fest mit allen Gruppen zusammen. Dieses Jahr waren auch die Gehörlosen dabei.
Am 8. August 2018 trafen wir uns und feierten im Hof des Stadtteilzentrums – es war heiß, aber es gab genug Getränke und im Schatten der Mauern und Bäume des Innenhofs ließ es sich gut aushalten.

Für die Organisation des Festes herzlichen Dank. Schön zu sehen, wieviel los ist in und um die "Agathe"!

Homberg: Einschulungsgottesdienst

Schulanfängergottesdienst HombergAm Dienstag, den 7. August 2018 haben Schulanfänger mit ihren Familien an der Hermann-Schafft-Schule den Schulanfängergottesdienst gefeiert.

Mit Bildern, Gebärden und Liedern haben sie ihren ersten Tag in der Schule begonnen, um anschließend zur Einschulungsfeier zu gehen.
Nach einem Gebet und einem Lied haben die Kinder die Bildergeschichte von einer kleinen Eule gesehen und gehört, die ganz am Anfang steht und Mut fassen muss, um sich auf den Weg zu machen und all das zu lernen, was sie für ihr Leben braucht. Schließlich fasst sie Mut und lernt zu fliegen.
Die Kinder haben die Geschichte von der kleinen Eule gespannt verfolgt und wussten, selber viel zu erzählen. Sie haben sich fleißig gemeldet und haben so ihren Schulanfängergottesdienst gefeiert, der Mut für die Zukunft machen sollte.

Zum Schluss habe alle gemeinsam das Kindermutmachlied gesungen, in dem es heißt: "Wenn einer sagt: Ich mag dich, ich find dich ehrlich gut! Dann krieg ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut. Gott sagt zu dir: Ich hab dich lieb: Ich wär so gern dein Freund! Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint."

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