Neue Gehörlosenseelsorgerin in der Landeskirche

Pfrin Clara SperzelMein Name ist Clara Sperzel und ich bin seit November 2019 als Pfarrerin im Probedienst in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tätig.

Die zweijährige praktische Ausbildung zur Pfarrerin (Vikariat), habe ich in der Kirchengemeinde Herrenwald in Stadtallendorf gemacht. Dort habe ich erfahren, wie vielfältig Gemeinde gelebt und gestaltet werden kann. Dabei habe ich Freude daran, kreative Ideen umzusetzen und gemeinsam mit anderen Glauben zu leben und zu feiern.

Jetzt bin ich gemeinsam mit meinem Freund nach Fulda gezogen, wo wir die Stadt und das Umland gerne zu Fuß oder mit dem Rad erkunden.

Neu im Beruf, freue ich mich auch direkt ein neues Arbeitsfeld kennenzulernen. Derzeit habe ich die Möglichkeit, mich im Bereich der Gehörlosenseelsorge weiterzubilden, um dann später als Pfarrerin in der Gehörlosenseelsorge zu arbeiten. Das bedeutet, ich lerne gerade Gebärdensprache und besuche Angebote von unterschiedlichen Gemeinden in ganz Hessen.

Überall werde ich sehr herzlich aufgenommen und mir wird vieles erklärt und gezeigt – das sind tolle Erfahrungen! Ich habe mich gefreut, die Advents- und Weihnachtszeit in den Gemeinden zu erleben. In dieser besonderen Zeit im Kirchenjahr konnte ich an vielen festlichen Gottesdiensten und gemütlichen Gemeindenachmittagen dabei sein. Noch bis März werde ich Kollegen und Kolleginnen in der Gehörlosenseelsorge begleiten, dann werde ich zunächst in den Mutterschutz gehen. Doch ich hoffe, dass ich bis dahin noch vieles lernen und gemeinsam mit Ihnen erleben kann!

 

Fulda: Neuanfang und zweimal Abschied

20191110 153924 UG.jpg2Am 10. November 2019 sind viele Gehörlose aus Fulda, Hanau und anderen Gehörlosengemeinden in Fulda zusammengekommen. Im Gottesdienst wurde der neugewählte Gemeindevorstand eingeführt und die Mitglieder des alten Gemeindevorstandes verabschiedet.

Ein Tag vorher wurden Gabriele Meyer und Sebastian Sonntag als neuer Gemeindevorstand in Hanau eingeführt; Erika Reitz und Hans Luley sind Gemeindeälteste.

In Fulda wurden Roswita Jung und Reinhard Eckey in ihr Amt eingeführt. Die Gemeindevorstände leiten zusammen mit der Pfarrerin die Gemeinde. Die Gemeindevorstände sind für 6 Jahre gewählt – 2025 endet ihre Amtszeit.

In Fulda wurde Jolanta Müller aus dem Gemeindevorstand verabschiedet. Sie hat nicht mehr kandidiert. Pfarrerin Keller-Stenzel bedankte sich für die viele ehrenamtliche Arbeit und Engagement und überreichte dem neuen und dem alten Gemeindevorstand einen kleinen Engel als Geschenk.

Wir mussten auch Pfarrerin Keller-Stenzel verabschieden. Ihr Dienst für die Gehörlosengemeinden Hanau und Fulda endete. Sie beginnt neu in der Gehörlosenseelsorge in der Badischen Landeskirche. Viele Jahre hindurch hat sie Gehörlose begleitet und war da für ihre Gemeinden – deshalb ist es ein schwerer Abschied. Pfarrerin Haupt, Chefin der Sonderseelsorge, dankte Pfarrerin Keller-Stenzel für ihren Einsatz und ihre Arbeit, Pfarrer Käsemann sprach für die Kollegin und Kollegen der anderen Gehörlosengemeinden und Reinhard Eckey überreichte Geschenke der Gehörlosengemeinden.

Pfarrerin Keller-Stenzel zeigte im Gottesdienst Bilder der vergangenen Jahre, was für verschiedene Veranstaltungen in Hanau und Fulda waren: „Erinnert ihr euch noch……?“

Wir wünschen für den Start an ihrem neuen Dienst-Ort in Heidelberg alles Gute. Wir wissen, dass die Welt der Gehörlosen wie eine große Familie ist: Deshalb werden wir uns sicher wiedersehen! Ein fröhliches Wiedersehen! Gottes Segen begleitet und dich!

 

Gemeindevorstandswahlen in Kurhessen-Waldeck

Im September und Oktober haben die acht Gehörlosengemeinden neue Gemeindevorstände gewählt oder die alten Gemeindevorstände bestätigt. Diese Wahl findet alle sechs Jahre statt.

Auch dieses Jahr haben viele Menschen bei der Wahl mitgemacht und geholfen – dafür vielen Dank!

Was macht ein Gemeindevorstand? Er arbeitet mit der Gehörlosenpfarrerin/dem Gehörlosenpfarrer zusammen; gibt Informationen weiter; führt und kontrolliert die Gemeindekasse; „organisiert“ für die Gemeinde. Einmal im Jahr treffen sich die Gemeindevorstände; es gibt auch Beauftragte der Gemeindevorstände z.B. für die Gehörlosenmission.

Der Gemeindevorstand kann auch einzelnen Personen für die Arbeit im Gemeindevorstand zusätzlich als Mitglied berufen.

In den einzelnen Gemeinden wurden folgende Personen als Gemeindevorstand gewählt:

Bad Hersfeld:            Reinhard Rühl, Paul Kramer, Josef Fröhlich, Erwin Schüler

Eschwege:                Josef Groß, Jessica Krüger

Fulda:                         Roswitha Jung, Reinhard Eckey

Hanau:                       Gabriele Meyer, Sebastian Sonntag

Homberg:                  Nikolai Drugin

Kassel:                      Jutta Hempel, Gertraude Peer, Inge Tschirner, Werner Most

Korbach:                   Natalia Gauk

Marburg:                   Frank Beilborn, Heinz Bernhard

 

 

 

Gehörlosengemeinde Homberg

Gehörlose und Hörende feiern gemeinsam Gottesdienst

Am 3. November 2019 feierte die Gehörlosengemeinde Homberg gemeinsam mit der hörenden Gemeinde Gottesdienst. Der Gottesdienst fand in der evangelischen Kirche St. Marien in Homberg statt. In ihr wurde 1526 die Reformation in Hessen eingeführt. Der zweisprachige Gottesdienst wurde von Pfarrer Hochschorner von der Gehörlosengemeinde und von Pfarrerin Zimmermann von der hörenden Gemeinde geleitet. Außerdem haben Frau Borß und Frau Schleicher Teile des Gottesdienstes gebärdet. Um was für ein Thema ging es im Gottesdienst? Wir Christen sind ganz unterschiedliche Personen. Das ist nicht immer einfach im alltäglichen Zusammenleben. Aber durch Jesus Christus sind wir alle zu einer Gemeinschaft verbunden. Im Abendmahl haben wir das gemeinsam gefeiert. Nach dem Gottesdienst gab es noch Kaffee und Kuchen.

 

Erntedank in Hanau und Fulda

Erntedankfeier in FuldaViel los am 12. und 20. Oktober 2019 in Hanau und Fulda: Erntedankfest in den Gebärdengemeinden. Zuerst gemeinsames Mittagessen und Gemeindevorstandswahl. In Hanau hat Gaby wieder Kürbissuppe selbst gekocht. Typisches Herbst-Gericht, sehr lecker, vielen Dank! Ansonsten gab es in Hanau und Fulda deftigen Leberkäse mit Kartoffelsalat zum Mittagessen. Im Gottesdienst mit Abendmahl zeigte Pfarrerin Keller-Stenzel einen Gedanken von Hildegard von Bingen: Beste Medizin für uns ist Gottes Barmherzigkeit. Wo spürbar? Zum Beispiel in Gemeinschaft, die stark ist und gelingt. Und im Abendmahl. Danke Gott für seine Barmherzigkeit. Erntedankfeier in Fulda

Nach dem Gottesdienst Kaffeetrinken, viele selbstgebackene Kuchen. Zeit zum Plaudern. Ernste und heitere Themen. Beides tut gut. In Fulda hat Diakonin Brenzel Beratung angeboten. Das Beratungs-Angebot ist wichtig und wird gern angenommen, z.B. wegen Anträgen für ‚Stiftung Anerkennung & Hilfe‘. Vielen Dank an Frau Brenzel für die Beratungsmöglichkeit vor Ort in Fulda und Hanau.

 

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