Fulda und Hanau: Erntedank

Erntedank HU

Seit vielen Jahren eine schöne Tradition in den Gemeinden Hanau und Fulda: gemeinsames Mittagessen vor dem Erntedankgottesdienst. Gemeinsames Essen stärkt die Gemeinschaft und gibt neue Kraft. In Fulda gab es Kartoffelsuppe, in Hanau außerdem selbstgekochte Kürbissuppe von Gemeindevorsteherin Gaby Meyer. Beim Erntedankgottesdienst am 14. Oktober 2018 in Fulda ging es thematisch um „Klimawandel“. Pfarrerin Keller-Stenzel erinnerte an den heißen Sommer 2018: Hitze und Wassermangel sind sichtbare Zeichen des Klimawandels. Sie zeigte, dass Klimawandel auch eine andere Bedeutung hat, nämlich „gesellschaftlichen Klimawandel“. Ein sichtbares Anzeichen ist der Rechtspopulismus, der überall auf dem Vormarsch ist. Ein gefährlicher Klimawandel, dem jeder mit den Werten freiheitlicher Demokratie entgegentreten kann. Praktikantin Leyla Laupenmühlen dolmetschte Teile des Gottesdienstes. In beiden Gemeinden wurde miteinander Abendmahl gefeiert. In Hanau war am 27. Oktober das Abendmahl zentrales Thema im Gottesdienst. Der Weg vom Korn zum Brot des Lebens auf dem Altar zeigte Pfrin. Keller-Stenzel in Gebärdenpoesie. Ein Impuls von der DAFEG und IEWG-Konferenz im Oktober, der in der Gemeinde gut angenommen wurde. Die neue Gehörlosenberaterin der EKKW, Stefanie Brenzel, stellte sich und das Angebot der Gehörlosenberatung in beiden Gemeinden vor. Viele Gemeindeglieder sind interessiert und haben Bedarf an Beratung.

Danke an alle fleißigen Helferinnen und Helfer. Wenn viele zusammen mithelfen, ist die Arbeit schnell erledigt!

Text: M. Keller-Stenzel, Foto: E. Reitz

 

Abschied von Rudi Jäger

+ Rudi JägerDie Gehörlosengemeinschaft trauert um Rudi Jäger. Plötzlich und unerwartet verstarb Rudi Jäger am 2. August 2018 im Alter von 67 Jahren. Er wurde am 17. August in seinem Heimatdorf Heubach in der Nähe von Fulda bestattet. Pfarrerin Inga Simon von der hörenden Gemeinde sprach der Familie und den Freunden von Rudi Jäger Trost zu: „Uns ist zugesagt, Rudi Jäger ist zugesagt: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein (Jesaja 43,1).“

Viele Freunde und Dorfbewohner waren zum Trauergottesdienst gekommen und haben am Grab Abschied von Rudi Jäger genommen. Der Beerdigungschor Heubach hat zu Ehre von Rudi Jäger am Grab gesungen. Pfarrerin Keller-Stenzel hat die Trauerfeier in Gebärdensprache gedolmetscht.

Gott tröste alle, die um Rudi Jäger trauern.

 

Gemeinde Fulda: Abschied von Leonhard Staubach

Leonhard StaubachLeonhard Staubach ist bereits am 10. Mai 2018 im hohen Alter von 96 Jahren gestorben. Lange Zeit wussten wir in der Gemeinde Fulda nicht Bescheid. Leonhard Staubach war bislang das älteste Mitglied der Fuldaer Gebärdensprachgemeinde. Er hatte stets ein Lächeln auf den Lippen, war immer zum Spaßen aufgelegt und wusste über viele wichtige Gehörlosen-Themen aus vergangenen Zeiten zu erzählen.

 

Wir alle sind sehr traurig über seinen Tod und wünschen seiner Witwe Marlie Staubach viel Kraft und Trost.

Leonhard Staubach wurde am 24. Mai vom katholischen Seelsorger aus Fulda auf dem Friedhof in Lauterbach bestattet. In der Heiligen Messe am 8. Juli im Priesterseminar Fulda hat der ehemalige katholische Gehörlosenseelsorger Michael Freiherr von Lüninck für Leonhard Staubach gebetet. Auch in den Gottesdiensten in Gebärdensprache in Lauterbach und Fulda haben wir an ihn gedacht und in die Fürbitte aufgenommen.

Hanau: Marktplatz Hanau: Unionsfest am 16. September

Hanau Unionsfest Internet

Am 16. September feierte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (=EKKW) auf dem Marktplatz in Hanau vom Mittag bis zum frühen Abend ein großes Fest. Anlass des Festes war das 200-jährige Jubiläum der Hanauer Union. „Zusammen in Vielfalt glauben“ hieß das Motto. Das Motto erinnert an das Jahr 1818: seitdem feiern lutherische und reformierte Christen im Bereich des heutigen Sprengels Hanau gemeinsam Gottesdienst. Das Motto ist auch ein Aufruf für die Zukunft: „Ja“ zur konfessionellen Identität, „Ja“ zur ökumenischen Aufgabe und „Ja“ zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch. Eine entsprechende Erklärung wurde u.a. vom Bischof der EKKW, Dr. Martin Hein, unterzeichnet. Der Bischof predigte im Festgottesdienst. Der Gospelchor der EKKW „get up!“ sang. Schauspieler und auch der frühere Propst des Sprengels Hanau und jetzige Prälat der EKKW, Bernd Böttner, schlüpften in historische Gewänder und veranschaulichten spielerisch das Geschehen von vor 200 Jahren.

Der ganze Tag wurde in Gebärdensprache gedolmetscht. Roswitha Wagner, Christina Kotte und Stefanie Riedel-Waskönig wechselten sich beim Dolmetschen ab. Rund 15 Gehörlose aus den Gebärdensprachgemeinden der EKKW feierten das Unionsfest barrierefrei mit.

Das Resümee: „Es war ein schöner Tag, lang und interessant.“

 

 

 

 

Kassel: Gemeinsamer Konvent

Regelmäßig alle zwei Jahre treffen sich die Gehörlosenpfarrerinnen und –pfarrer aus Hessen und Nassau, der Pfalz und Kurhessen-Waldeck zu einem gemeinsamen Konvent. Dieses Jahr am 17. und 18. September 2018 in Kassel. Ein Thema war die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Mitarbeiter des CVJM, Sebastian Vogt, war als Referent eingeladen und berichtete über die vielen Möglichkeiten im Internet, sich zu zeigen und Informationen zu geben.
Am zweiten Tag wurden dann Planungen für die Zukunft gemacht. Dieses Mal mussten wir weit in die Zukunft blicken: im Jahr 2021 ist der Ökumenische Deutsche Kirchentag in Frankfurt/ Main. Für diese Veranstaltung muss viele Vorbereitet werden, sowohl von uns, als auch von der katholischen Gehörlosenseelsorge.

Auf gute Zusammenarbeit!

 

 

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