Homberg: Schulanfängergottesdienst

Am Dienstag, dem 30. August 2016, haben die Schulanfänger der Hermann-Schafft-Schule in der kleinen Kirche an der Bergstraße mit ihren Familien zusammen zum Schulanfänger 2016Schulanfang einen Gottesdienst gefeiert.
In dem Gottesdienst ging es um einen kleinen Igel. Der kleine Igel geht aus seinem Garten heraus in den Wald und begegnet dort vielen anderen Tieren. Aber viele davon sind nicht sehr freundlich zu dem kleinen Igel. Zuerst möchte er sich am liebsten verstecken. Dann aber lernt der kleine Igel: Niemand braucht sich zu verstecken oder anders zu sein, als er eigentlich ist. Und wenn es nötig ist, darf ich auch mal wütend werden und meine Stacheln zeigen. Denn Gott hat jeden von uns so gemacht, wie wir sind und weiß einen Platz für mich, wo ich richtig bin.
Zum Abschluss des Gottesdienstes haben Johannes Falk mit der Gitarre und Peter Trombach mit Gebärden das Lied mit den Kindern gesungen, in dem es heißt: Guter Gott, ich bitte dich, schütze und bewahre mich.

Fulda und Hanau: Praktikum in den Gehörlosengemeinden

Liebe Gemeinde,
Helen Hahnich freue mich, mich Ihnen in dieser Ausgabe der Gemeindezeitung vorstellen zu können. Mein Name ist Helen Hahn, ich bin 31 Jahre alt und lebe in Biebergemünd-Wirtheim. Seit 2008 bin ich verheiratet und habe einen Sohn (5 Jahre alt) und eine Tochter (2 Jahre). Ich interessiere mich für alte Handarbeiten, stricke gerne und spinne Wolle. Seit Anfang 2015 lerne ich Deutsche Gebärdensprache und studiere seit März 2016 an der Hochschule Fresenius in Idstein und Frankfurt Gebärdensprachdolmetschen. Gerade bin ich am Anfang des 2. Semesters. In den nächsten Monaten darf ich in der Gehörlosenseelsorge in Hanau und Fulda unter der Leitung von Pfarrerin Keller-Stenzel ein Praktikum machen. Ich freue mich darauf, Sie bei den Gottesdiensten und den Gemeindenachmittagen kennenzulernen!

Nachruf Johannes Heinisch

Am 29.7.2016 ist Pfarrer i.R. Kirchenrat Johannes Heinisch im Alter von 90 Jahren gestorben. Viele Menschen sind zu seiner Beerdigung am 5.8. gekommen, um ihn auf Kirchenrat Heinischseinem letzten Weg zu begleiten: Vertreter seiner letzten hörenden Gemeinde genauso wie Gemeindeälteste, Gemeindevorstände der Gehörlosengemeinden und viele Gehörlose zeigten, wie beliebt Johannes Heinisch als Pfarrer in seinen Gemeinden war und auch weit über seine Pensionierung hinaus geblieben ist.
Als Pfr. Heinisch im Jahre 1955 die hörende Gemeinde Münchhausen (bei Marburg) übernahm, wurde ihm als Zusatzbeauftragung die Gehörlosenseelsorge für die Gemeinde Marburg übertragen. Ein Auftrag, den er gerne übernahm. Als er Theologie studierte ermöglichte ihm ein Stipendium (Geldunterstützung für Studium), in Amerika zu studieren. Er lernte eine neue Welt kennen – die fremde Sprache eröffnete ihm eine andere Kultur: aus fremden Menschen wurden Vertraute und Freunde. So war es auch mit den Gehörlosen: Über die (Gebärden-)Sprache bei den Menschen sein, mit ihnen leben, sie begleiten und für sie da sein.

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Fulda: Gemeinsamer Gottesdienst in der Christuskirche Fulda

Gemeinsamer GottesdienstBeim Lied nach der Predigt schweigt am 10.07.2016 in der Fuldaer Christuskirche die Orgel. Stattdessen nutzen alle Gottesdienstbesucher ihre Hände zum Gebärden: Unter Anleitung von Pfarrer Käsemann probiert die ganze Gottesdienstgemeinde gemeinsam das Gebärdenlied „Gott, nimm mich mit auf deinen Weg“. Liedtext und Rhythmus werden sichtbar, als alle ihre Hände im selben Takt und mit denselben Handformen bewegen. Was für viele hörende Gottesdienstbesucher eine neue Erfahrung ist, ist für taube Menschen die gewohnte Weise Musik zu machen: eine Musik der Hände, die zur Poesie für die Seele wird.
Unter dem Motto „Wundert sich eigentlich noch jemand?“ hatten sich zum Gottesdienst in Gebärden- und Lautsprache am 7. Sonntag nach Trinitatis Menschen aus Fulda und Umgebung bis hin nach Nordhessen und dem Rhein-Main-Gebiet in der Christuskirche eingefunden, Gemeindeglieder aus der Christuskirchengemeinde und aus Gebärdensprachgemeinden unserer Landeskirche.

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Bad Hersfeld: Trauer um Elfriede Eitzert

Elfriede Eitzert

Aus der Bad Hersfelder Gehörlosengemeinde ist Elfriede Eitzert im Alter von 86 Jahren verstorben. Sie wurde am Freitag, dem 24.Juni 2016 kirchlich bestattet.
Zuletzt wohnte sie mit ihrem Mann Heinrich zusammen im Altenwohnheim in Philippsthal. Bis zum Tod ihres Mannes hat sie dort mit ihm zusammen ein Zimmer bewohnt. Sie hat sich im Altenwohnheim wohl gefühlt und gut versorgt gewusst. Gern ist sie in jüngeren Jahren mit ihrem Mann Heinrich zusammen zu den Veranstaltungen des Hersfelder Gehörlosenvereins und auch zu den Gehörlosengottesdiensten gekommen. Aber mit zunehmenden Jahren war sie gesundheitlich angeschlagen. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten und musste sich im Rollstuhl fortbewegen.
Zuletzt wurde ihr ein Bein amputiert. Aber eine große Stärke war ihre Zufriedenheit. Sie war sehr dankbar für alle Unterstützung, die ihr zuteil wurde. Sie blieb ihren Mitmenschen immer ruhig und freundlich zugewandt. So wird sie die Gehörlosengemeinde dankbar in Erinnerung behalten und darauf vertrauen, dass sie in Gottes Liebe geborgen bleibt.

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