Palmsonntag (Palmarum 2021)

Die Geschichte vom König und seinem Berater...
oder: auch im Schlechten steckt etwas Gutes.
Ein Berater, der ständig sagt, dass im Schlechten auch immer etwas Gutes sein, den kann man nicht gebrauchen.
Ein König hatte so einen Berater und als er einen Ausflug auf eine einsame Insel machte, hatter er auch seinen Berater dabei.
Als der König die Kokusnüsse an den Palmen sah, schüttelte er eine herunter und wollte sie mit seinem Schwert spalten. Doch das Schwert rutschte an der harten Schalt ab und verletzte den König am Fuß. Noch vor Schmerzen jammernd, kam der Berater und sprach: "Mein König, das ist zwar schlimm, aber wer weiß, vielleicht hat es auch sein Gutes!"
Da wurde der König wütend und ließ seinen Berater in ein tiefes Loch werfen.
Später schlenderte der König über die Insel. Plötzlich sprangen Fremde aus dem Wald und nahmen den König gefangen. Denn einmal im Jahr opferten die Fremden ihren Göttern einen Menschen... und da kam der König gerade recht!
Doch als ein Priester ihn untersuchte fand er die Wunde am Fuß und sprach: "Dieses Opfer ist nicht unversehrt! Die Götter werden es nicht annehmen."
Der König kam frei und voller Reue ging er zurück zum Berater und befreite ihn aus seinem Loch.
Da sprach der Berater: "Du, lieber König, siehst; das Schlechte hat dir zum Guten geholfen. Auch mir hat es geholfen, denn hättest du mich nicht in dieses Loch geworfen, hätte ich dich begleitet und ich wäre jetzt das Opfer." ...
Palmsonntag zeigt mir, wie schnell sich die Meinung der Menschen ändert.
Jesus reitet auf einem Esel nach Jerusalem und wird dort wie ein König von den Menschen empfangen. Fünf Tage später stirbt Jesus am Kreuz. Ob es die gleichen Menschen sind, die enttäuscht über Jesus, seinen Tod wünschen?
In der Dunkelheit des Todes hat Gott schon etwas Gutes hineingelegt - es wird für uns zum Besten.
Gott bleibt bei uns; ER weicht nicht von unserer Seite.

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5. Sonntag der Passionszeit (Judika 2021)

Andacht zu Hiob 19,19-27
Hiob klagt sein Leid und seine Verzweifelung. Für viele Menschen, die in ihrem Leid sprachlos geworden sind, gibt Hiobs Klage Stimme für die erlittene Qual.
Hiob hat alles verloren, seinen Bezitz, seine Kinder, seine Frau spottet über seinen Glauben an Gott, seinen Freunde fordern, dass er überlegen soll, welche Schuld er auf sich geladen hat, dass Gott ihn so straft.
Hiob klagt, doch mitten in seinen Ruf der Verzweifelung sein Satz: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!" ...

Wir haben bis heute noch die Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit als einer Waage. Auf der einen Seite die Schuld und Sünde, auf der anderen Seite: Reue, Strafe, Buße.
Ein irdischer Richter verurteilt den Schuldigen zu einer Strafe - so kommt die Waage wieder ins Gleichgewicht.
Genauso auch Gott, der unsere Sünden zählt und uns auf Erden oder in SEINER Ewigkeit dafür büßen lässt: Gott ist Richter!
"Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Und zuletzt wird er sich erheben, um mich zu befreien. ...ich werde Gott sehen!"
... nicht Recht und Gerechtigkeit, sondern Rettung, Befreiung, Erlösung - Gott kommt nicht als Richter, sondern ER stellt sich an die Seite der Leidenden, Gequälten, der Sprachlosen, von Schuld bedrückten, um sie zu erlösen.

 

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